Fliegenpilz-Studie 2026: Erste Ergebnisse aus 25 Ländern

Was berichten Menschen, die Amanita muscaria in niedrigen Mengen verwenden? Und lassen sich ihre Erfahrungen wissenschaftlich untersuchen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Psychologin und Forscherin Nora Mamblona Fischer, die im Rahmen ihrer Doktorarbeit eine internationale Fliegenpilz-Studie durchgeführt hat.

In einem ausführlichen Gespräch mit MamaMuscaria-Gründerin Mira Arnold stellte Nora erstmals ausgewählte Ergebnisse ihrer Pilotstudie persönlich der Öffentlichkeit vor. Dabei ging es nicht nur um bemerkenswerte Zahlen, sondern auch um die Grenzen bisheriger Forschung und die Frage, wie zukünftige Studien zu belastbareren Erkenntnissen gelangen können.

Hier kannst du dir das vollständige Gespräch mit Nora Mamblona Fischer und Mira Arnold ansehen:

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Wer ist Nora Mamblona Fischer – und warum erforscht sie den Fliegenpilz?

Hinter der Fliegenpilz-Studie steht eine Forscherin, die wissenschaftliche Psychologie mit langjähriger therapeutischer Erfahrung verbindet. Nora Mamblona Fischer absolvierte 2022 ihren Master of Science in Psychology & Neuroscience of Mental Health am King’s College London. Heute promoviert sie am California Institute of Integral Studies (CIIS) in San Francisco im Fachbereich East-West Psychology.

Seit 2005 ist sie in der psychotherapeutischen Praxis tätig. Ihre Arbeit umfasst unter anderem die Begleitung psychologischer Veränderungsprozesse sowie die Vorbereitung und Integration außergewöhnlicher Bewusstseinserfahrungen. Darüber hinaus beschäftigte sie sich intensiv mit traditionellen Pflanzenpraktiken und absolvierte eine längere Ausbildung im Umfeld der Shipibo-Tradition im peruanischen Amazonasgebiet.

Aus dieser Verbindung von psychologischer Forschung, therapeutischer Praxis und traditionellen Wissenssystemen entwickelte sich ihr wissenschaftliches Interesse an Amanita muscaria.

Eine zentrale Frage dabei: Welche Erfahrungen machen Menschen, die den Fliegenpilz bereits in niedrigen Mengen verwenden, und wie lassen sich diese wissenschaftlich erfassen?

Um dieser Frage nachzugehen, entwickelte Nora im Rahmen ihrer Doktorarbeit einen Forschungsansatz, der quantitative Befragungen, persönliche Erfahrungsberichte und indigen-informierte Wissenspraktiken miteinander verbindet.

2025 rief sie außerdem den Amanita Online Congress ins Leben – eine internationale Veranstaltung, die Menschen aus Wissenschaft, Ethnobotanik, therapeutischer Praxis und traditionellen Wissenssystemen zusammenbringt. Bei der Organisation wurde sie von einem engagierten Team unterstützt.

Die Fliegenpilz-Studie 2026: 203 Teilnehmer aus 25 Ländern

Zwischen März und Juni 2026 untersuchte Nora Mamblona Fischer im Rahmen ihrer Doktorarbeit die Erfahrungen von Menschen mit niedrig dosiertem Amanita muscaria.

Insgesamt 203 Personen aus 25 Ländern schlossen die deutsch- und englischsprachige Befragung ab. Die Teilnehmer waren zwischen 18 und 85 Jahre alt. Für den Vergleich verschiedener untersuchter Lebensbereiche lagen von 175 Personen vollständige Angaben vor.

Die Untersuchung war als retrospektive Pilotstudie angelegt. Das bedeutet, dass die Teilnehmer rückblickend ihren Zustand vor der Verwendung mit einer späteren Phase verglichen. Ergänzend wurden persönliche Erfahrungsberichte und qualitative Interviews berücksichtigt.

Welche Ergebnisse stellte Nora vor?

Besonders interessant waren die berichteten Veränderungen in verschiedenen Bereichen des persönlichen Befindens.

Die Auswertung zeigte deutliche Unterschiede zwischen den rückblickend beschriebenen Ausgangszuständen und den späteren Phasen. Diese betrafen insbesondere:

  • Allgemeines Wohlbefinden
  • Stress und depressive Belastung
  • Schlafprobleme und Ängste

So lag der Anteil der Befragten mit auffälligen Werten beim allgemeinen Wohlbefinden nach Noras Auswertung zunächst bei 62 %, während der späteren Vergleichsphase bei 8 %. Bei depressiver Belastung berichtete sie einen Rückgang von 65 % auf 18 %, bei Stress von 52 % auf 9 %.

Auch das Thema Sicherheit wurde untersucht: 92 % der Befragten bewerteten ihre Erfahrungen als sicher oder sehr sicher. Diese Einschätzung beruht allerdings auf den Angaben der Teilnehmer und ist kein Nachweis für die Unbedenklichkeit des Fliegenpilzes.

Neben den statistischen Ergebnissen wertete Nora 173 frei formulierte Erfahrungsberichte aus. Darin beschreiben die Befragten sehr unterschiedliche persönliche Wahrnehmungen, die im Gespräch ebenfalls ausführlich zur Sprache kommen.

Was sagen diese Ergebnisse wissenschaftlich aus?

So bemerkenswert die berichteten Veränderungen erscheinen: Die Fliegenpilz-Studie liefert noch keinen Beweis für eine therapeutische Wirkung von Amanita muscaria.

Da die Teilnehmer ihre Erfahrungen rückblickend schilderten und keine Kontrollgruppe vorhanden war, lässt sich nicht feststellen, ob die beobachteten Unterschiede tatsächlich auf den Fliegenpilz zurückzuführen sind. Auch Erwartungen, natürliche Veränderungen des Befindens und die freiwillige Teilnahme können die Ergebnisse beeinflussen.

Nora selbst spricht diese Einschränkungen offen an. Genau darin liegt ein wesentlicher Wert der Pilotstudie: Sie liefert erste Anhaltspunkte und hilft dabei, die Fragestellungen für zukünftige Untersuchungen genauer zu definieren.

Wer sich darüber hinaus mit den Inhaltsstoffen, der Kulturgeschichte und bisherigen Forschung rund um Amanita muscaria beschäftigen möchte, findet vertiefende Hintergrundinformationen in unserem Fliegenpilz-Masterguide von Mira Arnold.

Wie geht es mit der Fliegenpilz-Forschung weiter?

Nora plant bereits eine weitere Untersuchung. Im Unterschied zur bisherigen rückblickenden Befragung soll die nächste Studie prospektiv angelegt werden und unter anderem mit Verblindung und Placebokontrollen arbeiten.

Damit möchte sie genauer untersuchen, welche Veränderungen sich unter kontrollierteren Bedingungen beobachten lassen und welchen Einfluss Erwartungen auf die Ergebnisse haben.

Ob und wann die nächste Studie starten kann, hängt unter anderem von den erforderlichen Genehmigungen ab.

Du interessierst dich für weitere Forschungsergebnisse oder möchtest dich über eine mögliche Teilnahme an Noras nächster Studie informieren? Auf ihrer offiziellen Webseite findest du Informationen zu ihrem Forschungsprojekt und Kontaktmöglichkeiten:

Noch mehr Wissen: Der Amanita Online Congress

Mit dem von Nora Mamblona Fischer ins Leben gerufenen Amanita Online Congress entstand 2025 eine internationale Plattform für den Austausch rund um den Fliegenpilz.

Bei den Kongressen 2025 und 2026 kamen zahlreiche Gesprächspartner aus Forschung, Ethnobotanik, Kulturgeschichte, therapeutischer Praxis und traditionellen Wissenssystemen zu Wort. Auch Nora selbst gab dort Einblicke in ihre Forschungsarbeit und deren Entwicklung.

Wer sich intensiver mit diesen unterschiedlichen Perspektiven beschäftigen möchte, findet auf der offiziellen Webseite des Amanita Online Congress weitere Informationen zu den Vorträgen und Aufzeichnungen.

Fazit: Ein wichtiger Anfang für die Fliegenpilz-Forschung

Die Fliegenpilz-Studie 2026 von Nora Mamblona Fischer zeigt, wie vielfältig die Erfahrungen sind, die Menschen mit niedrig dosiertem Amanita muscaria beschreiben. Gleichzeitig macht sie deutlich, wie viele Fragen wissenschaftlich noch unbeantwortet sind.

Die erstmals persönlich vorgestellten Ergebnisse ihrer Pilotstudie sind deshalb vor allem eines: eine interessante Grundlage für weitere Forschung – kein abschließender Beleg für Wirksamkeit oder Sicherheit.

Im vollständigen Videogespräch mit Mira Arnold erklärt Nora ihre Ergebnisse, berichtet über persönliche Erfahrungen aus ihrer Forschungsarbeit und gibt einen Ausblick auf die nächsten Schritte.


Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der wissenschaftlichen Information. Die dargestellten Studienergebnisse beruhen auf Selbstauskünften und stellen weder eine medizinische Empfehlung noch einen Nachweis therapeutischer Wirkungen dar.

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